April 2026
Shincha – Japans erste Teeernte
Der Frühling ist da und endlich ist es soweit: Japans Teeernten beginnen. Und ein Wort ist wieder in aller Munde: Shincha. Zu Deutsch „neuer Tee“ beschreibt Shincha den unverwechselbar frischen und heißbegehrten ersten Tee des Jahres. In Japan stehen die Menschen Schlange vor den Geschäften, um die besten Qualitäten zu ergattern. Aber was macht den Shincha so besonders?
Vollmundig, frisch und sortenrein – eine einmalige Gelegenheit
Keine andere Ernte bringt die gleiche Frische wie die erste. Die noch kühlen Temperaturen lassen die jungen Triebe sehr langsam wachsen und so stecken sie voller Aroma. Ein komplexes Profil von Aminosäuren sammelt sich in den leuchtend grünen Blättern – Träger des einmalig frischen und beinahe fruchtigen Geschmacks, der seit Generationen begeistert.
Zudem sind Shincha-Ernten oft sortenrein. Das bedeutet, dass die Ernten der einzelnen Kultivare nicht gemischt werden, was es uns ermöglicht, die besonderen Eigenschaften des jeweiligen Kultivars unverfälscht erleben zu können. Und das auch noch in ihrer besten und frischesten Form.
Yabukita, Okumidori, Asatsuyu – sorgsam kultiviert, international geschätzt
Die Kultivare sind das, was den japanischen Teeanbau besonders macht. Denn die diversen Kultivare sind keine aus Samen gezogenen Pflanzen, sondern Klone von sorgsam gezüchteten Mutterpflanzen. Jedes einzelne bietet Eigenschaften, wie Süße, Umami oder Ertrag, die es einmalig machen.
Diese Kultivare tragen Namen wie Yabukita, Okumidori oder Asatsuyu und sind bei Kennerinnen und Kennern geschätzt wie Weinrebsorten. Und diese Wertschätzung geht weit über die Grenzen Japans hinaus – und genau diese nationale und internationale Nachfrage macht den Shincha so kostbar.