Juli 2026

Café Cubano – stark, süß und heiß

Südamerika ist ein absolutes Powerhouse der globalen Kaffeeproduktion. Vor allem, wenn es um Spezialitätenkaffees in Top-Qualität geht. Allerdings ist es hier in Europa gar nicht mal so leicht, Spitzenkaffee aus einem Land zu finden: Kuba. Dabei war Kuba Anfang des 20. Jahrhunderts noch einer der wichtigsten Produzenten weltweit.

Ein kleines Land und sein Kaffeedurst

Vor der Revolution von 1959 war Kuba das Exportland für Kaffee. Seither geht die Produktion stetig zurück. Da der Kaffeeexport staatlich geregelt ist und überwiegend mit Festpreisen arbeitet, gibt es wenig Spielraum für Entwicklungen. Zudem wird der Großteil des produzierten Kaffees von der eigenen Bevölkerung konsumiert. Denn auf Kuba gehört der Café Cubano, häufiger Cafecito genannt, zum Alltag dazu.

Hierbei handelt es sich um einen starken Espresso mit einer mit Zucker aufgeschlagenen Schaumsicht, espumita genannt. Diese kubanische Kaffeespezialität ist ein integraler Bestandteil des Lebens auf Kuba. Ein Ausdruck der Gastfreundschaft, der Geselligkeit und der Entspannung.

Kräftige Aromen treffen auf Karamellsüße

Der Kaffee, der auf Kuba angebaut wird, begeistert mit seinen würzigen Noten, die an Tabak erinnern und von schokoladigen Nuancen begleitet werden. Hinzu kommt eine natürliche Süße, die sich hervorragend mit braunem Zucker kombinieren lässt. Für den klassischen Café Cubano wird ein Espressokocher verwendet. Die ersten Tropfen des Kaffees werden mit einem Löffel aufgefangen und mit 1 bis 2 Teelöffeln braunem Zucker cremig geschlagen. Anschließend wird der restliche Kaffee hinzugegeben.