Juni 2026

Jasmin – der Duft des Himmels

In Deutschland denken die meisten bei aromatisierten Tees wahrscheinlich an Schwarztee Vanille oder an Rooibos Sahne-Karamell. Doch lange bevor in Europa begonnen wurde, Tees mit Aromamischungen zu versehen, wurde in China ein Tee entwickelt, dessen zartes, natürliches Aroma bis heute begeistert.

Junge Triebe und duftende Blüten

Heute ist Jasmin-Tee eine Spezialität, die in weiten Teilen Ostasiens beliebt ist und in höchsten Qualitäten produziert wird. Für besonders gute Tees werden die jungen Triebe der Teebüsche im Frühling abgeerntet, verarbeitet und gelagert. Sobald die Jasmin-Bäume im Sommer beginnen, Blüten zu tragen, geht es los: Der Tee und die frischen Jasmin-Blüten werden geschichtet und lagern gemeinsam über Nacht. Ab dem nächsten Tag werden die Blüten wieder aussortiert und der Vorgang wird mit frischen Blüten wiederholt.

Über mehrere dieser Runden nehmen die Teeblätter das duftige Aroma der Blüten an. Final werden alle Blüten aussortiert und das, was bleibt, ist ein frischer, duftiger Tee, der begeistert. Die hochwertigsten Jasmin-Tees wurden bis zu sechs Mal beduftet und enthalten, abgesehen vom Aroma, keine Rückstände der Blüten mehr.

Ein Symbol der Gastfreundschaft und der Harmonie

In China ist die Jasmin-Blüte nicht nur ein Symbol der Schönheit, sondern auch für die Harmonie und die Gastfreundschaft. Vor allem im Süden Chinas ist es daher gängig, Besuch mit hochklassigem Jasmin Tee zu empfangen. Ein Zeichen des Respekts, denn durch den aufwendigen Herstellungsprozess, der insgesamt ein halbes Jahr in Anspruch nehmen kann, galt er stets als äußerst kostbar.