März 2026
Decaf – Genuss ohne kompromiss
Für viele von uns ist Kaffee nicht nur Genuss. Er ist der Schlüssel zu Geselligkeit, Gemütlichkeit und Entspannung nach getaner Arbeit. Das runde Aroma beruhigt und lässt die Sorgen des Alltags gleich weniger gravierend aussehen. Die Frage dabei ist jedoch für viele, ob sie sich diesen Komfort ab dem Nachmittag noch erlauben können, wenn sie später erholsamen Schlaf finden möchten.
Die Lösung: ein guter entkoffeinierter Kaffee. Aber den zu finden, ist nicht leicht, da viele Verfahren nicht nur das Koffein, sondern auch die Komplexität der Aromen entfernen. Und noch immer hält sich hartnäckig die Meinung, dass eine Entscheidung für einen entkoffeinierten Kaffee mit einer Entscheidung gegen Qualität und Aroma einherginge.
Von Wasser und Zuckerrohr – kreative Verfahren, die überzeugen
Den meisten kommt wohl die Entkoffeinierung mit Stickstoff in den Sinn. Immerhin ist dieser Prozess einer der verbreitetsten, wenn es um Aromaschonung geht. Aber es geht auch anders:
So zum Beispiel mit dem Sugar-Cane-Verfahren. Hierbei kommt Ethylacetat aus fermentiertem Zuckerrohr zum Einsatz. Dieses Lösungsmittel ist ebenso schonend wie effektiv. Zunächst werden die rohen Kaffeebohnen mit Wasserdampf behandelt, um die Poren zu öffnen, was das Koffein löslicher macht. Anschließend werden die Bohnen wiederholt in einer Lösung mit Ethylacetat gebadet. Nachdem diese Lösung das Koffein gebunden hat, wird sie abgelassen.
Noch puristischer ist das Verfahren, bei dem Kaffee mit nichts als mit Wasser entkoffeiniert wird. Der Prozess ist der gleiche, nur dass hier kein Lösungsmittel zum Einsatz kommt. Das Koffein wird hier in einem Wasserbad gelöst und von Aktivkohle gebunden. Anschließend wird die Lösung zurückgeleitet, um den Bohnen die Wiederaufnahme ihrer Aromastoffe zu erlauben, ehe sie schonend getrocknet werden.
Es zeigt sich also: Eine Entscheidung gegen Koffein ist keineswegs eine Entscheidung gegen Aroma oder Qualität.